Ein Mädchen das erwachsen werden will – Teil 4 – Ein neuer Versuch

Ein paar Tage waren seit meinem letzten erfolglosen Versuch vergangen und so wollte ich es heute Nacht wieder probieren. Die Sonne war schon vor Stunden untergegangen und meine Eltern müssten jetzt schlafen. Leise schlug ich meine Decke zur Seite und erhob ich mich aus meinem Bett. Auf Zehenspitzen durchquerte ich mein Zimmer und hielt lauschend vor der Treppe an.

Leise stieg ich die knarrende Treppe hinab und schlich durch das Wohnzimmer, am Schlafzimmer meiner Eltern vorbei, in dem mein Papa laut vor sich hin schnarchte. Das meine Mutter da überhaupt schlafen konnte, grenzte fast an ein Wunder.

Ich öffnete die Haustür und ging durch den schwach beleuchteten Vorgarten. Am Pool vorbei, Richtung Schuppen. Der Wind rauschte durch die Bäume und ließ die Äste gespenstisch wackeln. Ein leicht mulmiges Gefühl machte sich in meiner Magengegend breit.

Schnell erreichte ich den Schuppen und laut schnatternd empfing mich der Papagei. Ich versuchte ihn nicht zu beachten und stieg die alte Treppe hinauf.

Zwei große Kerzenständer standen in der Mitte und beleuchteten schwach den vollgestellten Raum.  Wie seltsam! Wer hatte nur die Kerzen angemacht? Merkwürdige Dinge standen hier und sogar eine große alte graue Kiste. War das etwa ein Sarg?

Neugierig ging ich weiter in und stellte mich dicht vor dem Sarg. Ich besah ihn mir genauer an und ich stellte fest, dass er schon sehr alt sein musste. Das Holz war schon sehr rissig, hatte Löcher und war stellenweise ausgeblichen.

Ob da was im Sarg drin war? Vielleicht eine uralte Mumie oder einer meiner verstorbenen Verwandten? Mich gruselte es bei diesen schaurigen Gedanken.


5 Gedanken zu “Ein Mädchen das erwachsen werden will – Teil 4 – Ein neuer Versuch

  1. „Ein paar Tage waren seit meinem letzten erfolglosen Versuch vergangen und heute Nacht wollte ich den nächsten Versuch starten. “
    Um die Wortdopplung von „Versuch“ zu vermeiden, würde ich es folgendermaßen umschreiben:
    „Ein paar Tage waren seit meinem letzten erfolglosen Versuch vergangen und so wollte ich es heute Nacht wollte wieder probieren. “

    „Die Sonne war schon vor ein paar Stunden untergegangen und meine Eltern müssten jetzt in ihrem Bett liegen. Leise schlug ich die Bettdecke zur Seite und erhob ich mich aus meinem Bett.“
    In diesen Zeilen kommt mir etwas zu häufig das Wort „Bett“ vor. So könnte man es umgehen:
    „Die Sonne war schon vor Stunden untergegangen und meine Eltern müssten jetzt schlafen. Leise schlug ich meine Decke zur Seite und erhob ich mich aus meinem Bett.“

    „Leise stieg ich die knarrende Treppe hinab und schlich durch das Wohnzimmer, am Schlafzimmer meiner Eltern vorbei, wo mein Papa laut vor sich hin schnarchte. Das meine Mutter da überhaupt schlafen konnte grenzte fast an ein Wunder.“
    Das „wo“ würde ich durch ein „in dem“ ersetzen und nach dem „konnte“ im zweiten Satz gehört ein Komma.

    „Schnell erreichte ich den Schuppen und laut schnatternd empfing mich der Papagei. Ich versuchte ihn nicht zu beachten und stieg die alte Treppe hinauf.“
    Warum will sie ihn nicht beachten, wenn er laut schnattert? Schließlich könnte sie durch den Lärm erwischt werden. Wäre es nicht logischer, wenn sie vorsorglich etwas zu Essen für ihn mitgebracht hätte?

    „Zwei große Kerzenständer standen mittig im Raum und beleuchteten schwach den vollgestellten Raum.“
    Um die Dopplung von Raum zu vermeiden, würde ich es umschreiben zu:
    „Zwei große Kerzenständer standen in der Mitte und beleuchteten schwach den vollgestellten Raum.“
    Außerdem könnte es etwas merkwürdig wirken, dass Kerzen brennen, obwohl niemand da ist: Ich würde daher ergänzen:
    „Papa musste vergessen haben, sie zu löschen, bevor er ins Bett gegangen war.“

    „Neugierig ging ich weiter in den Raum und stellte mich dicht vor dem Sarg.“
    Das „in den Raum“ würde ich ersatzlos streichen, da es überhaupt nicht gebraucht wird, den Satz nur ausbremst und davor schon vom Raum die Rede war.

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    1. Hey Faustus.

      Warum will sie ihn nicht beachten, wenn er laut schnattert? Schließlich könnte sie durch den Lärm erwischt werden. Wäre es nicht logischer, wenn sie vorsorglich etwas zu Essen für ihn mitgebracht hätte?

      Na sie ist im Schuppen und ihre Eltern im Haus. Es ist sehr unwahrscheinlich das sie den Papageien schnattern hören. Besonders da das Schlafzimmer der Eltern auf der anderen Seite des Hauses liegt.

      Außerdem könnte es etwas merkwürdig wirken, dass Kerzen brennen, obwohl niemand da ist:

      xD. Das soll so ein. Es soll merkwürdig wirken. Die Kerzen brennen wie von Geisterhand.

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      1. Das mit den Kerzen hatte ich mir tatsächlich auch gedacht, allerdings wäre es komisch, wenn die Protagonisten so vollkommen unbeeindruckt davon wäre. Ich würde daher entweder schreiben: „Die Kerzen brannten wie von Geisterhand.“, um zu kennzeichnen, dass es ihr zumindest komisch vorkommt oder eben meinen ersten Vorschlag nehmen, indem sie sich quasi selbst eine logische Erklärung dafür gibt, die allerdings nicht wahr sein muss.

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      2. Hab grade gesehen, dass du daran schon gedacht hast und eine Passage eingeführt hast, indem sie sich genau das fragte. Da waren wohl die Finger schneller als die Augen.^^

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