Ein Mädchen das erwachsen werden will – Teil 9 – Die Katastrophe

Panisch hörte ich meinen Vater schreien, als auch er Feuer fing. „Oh Gott, Winfried“, rief meine Mutter ängstlich.

Die Flammen verschlangen meinen Vater und meine Mutter weinte bitterlich. Endlich kam auch ein Feuerwehrmann.

Von Draußen erklang ein heftiges Donnern. Der Tod kündigte sich an. Zitternd hielt ich mich an dem Treppengeländer fest.

Langsam, auf wackligen Beinen ging ich die Treppe hinunter.

Die Stimmen der Geister brüllten mir entgegen. „VERSCHWINDE. HAU AB! BRING DICH IN SICHERHEIT!“ Wie versteinert kroch ich die Treppe wieder hinauf. Noch nie hatten die Geister mit uns gesprochen.

Oben hörte ich meine Mutter elendig schreien. Ich sackte in mich zusammen. Ich umschlang meine Beine und brach in Tränen aus.

Ich hielt es nicht mehr aus und rannte wie wild nach unten. Lautstark fing ich bei dem Anblick an zu schreien.

Das Feuer war gelöscht und traurig sangen die Geister ein gespenstisches Klagelied.

Nach und nach verschwanden meine toten Onkels und nur mein Grandpa blieb zurück. „Weine nicht, kleine Kassandra.“, versuchte er mich zu trösten. „Oh Grandpa, was soll ich den jetzt so ganz alleine machen?“, schluchzte ich auf. „Leben“, sagte er ganz ruhig. „Und du bist nie allein. Wir alle sind immer bei dir. Vergiss das nie.“


5 Gedanken zu “Ein Mädchen das erwachsen werden will – Teil 9 – Die Katastrophe

  1. „Panisch hörte ich meinen Vater schreien.“
    Da kurz darauf die wörtliche Rede einsetzt und man im ersten Moment glauben könnte, der Vater würde das schreien, obwohl es die Mutter tut, würde ich an dieser Stelle einen kleinen Nebensatz ergänzen, der die Handlung etwas klarer gestaltet.
    „Panisch hörte ich meinen Vater schreien, als auch er Feuer fing.“

    „Ich sack in mich zusammen.“
    Entweder: „Ich sank in mich zusammen.“ oder „Ich sackte in mich zusammen.“

    „Ich umschlang meine Beine und fing bitterlich an zu weinen.“
    Da du diese Formulierung mit dem bitterlichen Weinen schon zuvor bei der Mutter verwendet hast, würde ich diese Passage umformulieren.
    „Ich umschlang meine Beine und brach in Tränen aus.“

    „Lautstark fing ich bei den Anblick an zu schreien.“
    „dem Anblick“

    „„Weine nicht, kleine Kassandra.“ Versuchte er mich zu trösten.“
    Hinter die wörtliche Rede gehört ein Komma und das „versuchte“ muss klein geschrieben werden.

    „„Oh Grandpa, was soll ich den jetzt so ganz alleine machen?“ Schluchzte“
    Das selbe gilt für diese Passage.

    An sich aber eine wirklich nette Geschichte, mit einer unerwartet dramatischen Wendung. Hoffe auf weitere Kapitel.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s