Ein Mädchen das erwachsen werden will – Teil 6 – Ein kalter Wind

Früh am morgen war ich draußen im Garten und rieb mir fröstelnd die Arme. Was ist hier los? Ein kräftiger Wind fuhr durch mein schwarzes Haar und ließ meine Zöpfe wild umherfliegen. Es war kalt und windig! Eine Erscheinung, die ich nur aus alten Büchern kannte und nun zum ersten Mal selbst erlebte.

Ich fühlte mich frei und so voller Energie! Stürmisch wie der Wind selbst, lief ich durch den Garten und schrie meine Freude hinaus. Ich rannte zum Klettergerüst, erklomm die Leiter und rutschte mit erhobenen Armen und Freude schreiend die Rutsche hinunter.

Mittlerweile war es später Nachmittag und ich wurde ins Haus gerufen. Streng sah meine Mama mich an und tadelte mich für mein erhitztes Gemüt. Meine Klavierübungen seien jetzt dran und so ließ ich mich an unseren alten Klapperkasten nieder und flog mit meinen kleinen Fingern flink über die Tasten, während meine Mutter danebenstand und aufmerksam meinem Spiel lauschte.

Später wechselten sich meine Eltern ab und mein Papa hörte mir zu. Undeutlich murmelte er etwas über Wind, Regen und Herbst.

Endlich hatte ich genug geübt und mir taten schon meine Finger vom ganzen Spielen weh. Ich trat nach draußen, um den frischen Wind zu genießen. Was hatte sich nur geändert? Hatte mein Papa etwas damit zu tun? Während ich über diese Möglichkeit nachdachte ging ich zum Gemüsegarten und goss ein paar Pflanzen.

Spät abends saß ich mit meinem Vater in der Stube vor dem Fernseher. Zusammen sahen wir uns mir zuliebe einen Zeichentrickfilm an. Mein Vater erwähnte mir gegenüber nicht einmal das sich verändernde Wetter.

Kurz bevor ich ins Bett ging, fütterte ich noch mein Meerschweinchen und spielte etwas mit ihm. Er war mein einziger Freund. Ob ich wohl jemals einen richtigen finden würde?


2 Gedanken zu “Ein Mädchen das erwachsen werden will – Teil 6 – Ein kalter Wind

  1. „Meine Klavierübungen seinen jetzt dran und so ließ ich mich an unser Klavier nieder und flog mit meinen kleinen Fingern flink über die Tasten, während meine Mutter danebenstand und aufmerksam meinem Spiel lauschte.“
    Das Wort Klavier würde ich einmal umschreiben, vielleicht mit das Instrument, und es müsste „seien“ und nicht „seinen“ heißen.

    „Später wechselten sich meine Eltern ab und mein Papa hörte mir murmelnd zu. Ich hörte undeutlich wie er etwas über Wind, Regen und Herbst murmelte.“
    Zwei Sätze und in beiden die Worte „murmeln“ und „hörte“, was man aber leicht umgehen könnte:
    „Später wechselten sich meine Eltern ab und mein Papa hörte mir zu. Undeutlich murmelte er etwas über Wind, Regen und Herbst.“
    Man muss nicht extra im ersten Satz dazu schreiben, dass er murmelte, während er zuhörte. Das erklärt sich in dem zweiten. Und auch, dass die Protagonistin hört, was er murmelt, ist in diesem Kontext selbsterklärend. Eventuell könnte man noch an den letzten Satz ein „…, was ich nicht ganz verstand.“ hinzufügen, aber es ist nicht zwingend notwendig.

    „Endlich hatte ich genug geübt und mit taten schon meine Finger vom ganzen Spielen weh. Ich trat nach draußen und genoss den frischen Wind.“
    Es müsste „mir“ statt „mit“ heißen. Außerdem würde ich den zweiten Satz umstrukturieren, da beide wieder ein „und“ enthalten und diese Art des Satzbaus so etwas repetitiv wirkt.
    „Endlich hatte ich genug geübt und mir taten schon meine Finger vom ganzen Spielen weh. Ich trat nach draußen, um den frischen Wind zu genießen.“

    „Ich hatte noch die Hoffnung das ich irgendwann einen richtigen Freund finden werde.“
    Weil schon im Satz davor das Wort „Freund“ vorkam und um die Sache etwas dramatischer zu gestalten, würde ich es als Frage in Kassandras Gedanken umformulieren:
    „Ob ich wohl jemals einen richtigen finden würde?“

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